2014 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 12.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 4 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Advertisements

d’Trödlheini, mei heimlich Liab

bisch't so bleed manchmoi,
kennsch mein' Augiasstoi
lasch't mi trotzdem wachs'n
steichelsch't meine Pratz'n

liesch't ma vor beim sterb'n
lasch't mi kloaner werd'n
blödelsch mit mir rum
schearst di' nix da drum

spuils't mit meine Schwäch'n
kehrsch't mit meine Rech'n
stiehlsch mit mir a Pferd'l
kochsch auf meinem Herd'l

schtopfsch't oa meine Sock'n
hengsch sö auf zum trockn'n
kämmsch mir meine Lock'n
oa beim Stub'n hock'n

dank d'schee d'für..

wichsch mer moane Schua
melksch oa meine Kua
trödelsch mit mir rum...
schenksch' mir oa dei Zeit
bald isch wiad' a so weit

dank d'schee darum,

mei Trödlkini!


Anonym

Ausstellung der Kunstgruppe des Betreuten Wohnens

Die im Rahmen der Anti-Stigma-Kampagne gestartete Kunstgruppe des Betreuten Wohnens schließt das Jahr 2014 mit einer Kunstausstellung ab.

Die Ausstellung fand am 22.12.2014 statt und war Teil der Weihnachtsfeier des Beschäftigungs- und Trainingszentrums der AWO.

Präsentiert wurden Werke der Gruppenmitglieder, die während des Jahres entstanden waren.  So wurden Collagen im Stil von Sammy Slabbinck und Bilder, die aus einer Mischtechnik aus Acrylfarbe und Graffiti entstanden sind, gezeigt.

k-IMG_1989 k-IMG_1988 k-IMG_1987 k-IMG_1986 k-IMG_1985 k-IMG_1984 k-IMG_1983 k-IMG_1982
k-IMG_1980 k-IMG_1979 k-IMG_1978

Annäherung

Anfang

Durch das Hupen eines regelmäßig an bestimmtes Wochentages einfahrenden Automobiliums aufgeschreckt, erinnert an das tägliche Brot, ging Noe, sich erhebend, aus seinem Zimmer, durch den Flur, öffnete die schwere eichene, teutsche Holztüre, trat in die wintergewordene Natur. Aus den etwas hinterrücks gelegenem Nachbarhaus kam ihm der Pastoralassistent entgegen, und er sagte, „Grüß dich“, ohne eine Rede zu beginnen.

„Der Schornstein müsst auch endlich einmal entschwefelt werden“ rief seine Frau ihm noch nach.

Noe hatte im Augenblick andere Sorgen. Auf dem glatten, nicht gestreutem Weg, eine Bemerkung von jenem besagtem Theologen hatte ihn daran erinnert, rutschte er vorsichtig zum wartenden Brotverkäufer und sprach. „Dieses Brot bitte!“

Er musste sich erinnern, dachte zurück , an damals. Er musste sich erinnern!

Wenn ich mich im Spiegel betrachte, sehe ich eigentlich ganz normal aus. Meine untere Gesichtshälfte ist zwar taub, ich spüre es, sobald ich sie mit den Fingern berühre. Doch von außen ist nichts wahr zu nehmen. Ebenso wenig die Schmerzen, die allein meine Aufmerksamkeit bis zum höchsten Maße beanspruchen.

Es war fast wie damals.

 

Anonym

Zur Weihnachtszeit

Wie jedes Jahr um die selbe Zeit,
halten wir uns bereit,
für die Weihnachtszeit!
Ihr wissdst was des bedeit,
denn bald iszt wirklich soweit!
Des is ka Märchen un a koi Gschicht,
a wenns a mancher so siecht!
Denn da ist vor langer Zeit ein Kind geboren,
für uns zum Heiland auserkoren!
Drum denkts nicht nur an die Geschenke
und das ma an den anderen denke,
sondern singst die Weihnachtslieder aus vollem Herzen
bei brennenden Weihnachtskerzen!
Passzt dabei auf den Text auf, 
dann kommst scha drauf,
das Gott Mensch werden will,
nicht im großen, sondern sehr kleinen Styl!

Brigitte Harlachinger

Rosa

Wenn du mich jemals vergisst
oder gar ganz doll fern bist,
bin ich nicht sehr weit von dir 
denn im Herzen steh ich bei dir,
auch wenn ich dir nicht helfe
oder du mich siehst,
denke an meine Worte,
irgendwo wirst du geliebt,
auch wenn's nicht gleich geschieht,
weißt du, eine hat dich lieb,
das bin ich.
Kein Zweifel dran, 
auch wenn ich dich grad nicht leiden kann,
Rosa

Nicole S.

Zäh

Zaghaft streb´ich, noch bereit,
webe  Spinnen in den Raum,
spann meine Sehnen schicksalweit,
Fäden zart, in weichem Saum.

Taugeborgen wie Spinnweben,
sing´ ich Träume in den Sand,
lausche leise wolkenrund den Reben,
begrenze schudenwund mein kleines Land.

Stimmenwach bleibt mir die Zeit,
seelenreich such´ ich mein Moos,
drechsle mir mein Weidenkleid,
werde klein, dann wieder groß.

Walter Schoderer

My youngest judgement

middle class blues

my own june, for...

here and now
John's knowhow

worthless storys
silly roads
moving streets
guilty tories

damned stay
playing nature
arrange creature
nothing pay

youngest judgement

daily quest
lately rest
idiotic pest
private soldiers
selling souls

so foul and fair
lose their hair
so fair and foul
and nukes at raul

building wholes
a loveless deal
judging real
rules for killing
selled for billing

judgement laws
cruising saws
hasting raws

business mess
busy dying
tearless crying
tearless chess

judgement's press
a restless death!

John's knowhow
here and now!



Walter Schoderer

Das gequälte Leben

Ich quäl mich von einem Tag
zum nächsten Tag,
oft fühl ich mich dann so,
dass ich nicht mehr mag.
Dann quäl ich mich so,
mehr schlecht als recht, dahin
Und dann muss ich mir
von meinen 'lieben' Mitmenschen
sagen lassen,
wie glücklich ich angeblich bin.


Brigitte Harlacher
Quelle: Tagesstätten-Zeitung der AWOSANA, Januar 2010

Das Lied vom kleinen Knecht

ein Spechtlied

in den Bäumen trommelt ein Specht
er träumt, er wär ein Hecht,

taucht tief ins dunkle Wasser
da gings ihm aber schlecht...
das fand er ungerecht...

er wurd ein Wasserhasser,
das war ihm auch nicht recht

Löwe sein, denkt er

das wär gerecht...

babbelt breiches Blecht!

war er doch ein Specht gewesen
hatt' gehabt 'nen starken Besen,
trommelte, trompete am Tresen...

enttäuscht, betrübt, gelesen,
kehrt um sein ganzes Wesen,
war das nun alles

schon gewesen...

hämmert er denn schlecht?

Macht er's denn keinem recht?

nun fegt er seine Kästen
lärmend in den Ästen,
baumelt, taumelt;

Nichts gewesen...

das war das Lied

vom kleinen Knecht!



Walter Schoderer

Weihnachtsmarkt im Lotte-Lemke-Zentrum in Kaufbeuren

Auch der 2. Weihnachtsmarkt im Lotte-Lemke-Zentrum (28./29.11.14) in Kaufbeuren war ein voller Erfolg. Die liebevoll geschmückten Räume boten einen passenden Rahmen für die in vielen Stunden hergestellten wunderschönen kunsthandwerklichen Produkte des Beschäftigungs- und Trainingszentrums (BTZ).

Vor dem BTZ war auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Die Klienten verkauften dort selbst zubereitete Suppen, Punsch und Lebkuchen. Ein kleines Lagerfeuer lud zum Aufwärmen ein.

Punsch und mehr Stelen Kronen Stühle Wichteltisch Tonstelen Weihnachtsbäume Stelen Kronen Stühle Stelen Stimmung

Ein Traum

Keiner hat mich lieb
und keiner hat mich gern,
wär' ich doch nicht da,
wär' alles wunderbar.
Ich bin nicht schlau und auch nicht dumm,
doch möcht ich ein Heim, das bleibt.
Ich bin so wie in meinem Träumen
tue ich sonst viel versäumen,
wenn ich weiter an dir hänge,
in der Welt voller Gedränge.

Die Nacht mit dir war einfach toll,
mein lieber Schatz, du bist so wundervoll.
Ich weiß nicht, was ich machen kann,
damit ich weiter lachen kann,
denn ich mach' mir heut schon Sorgen,
wegen gestern, heut und auch morgen.
Hätt' dich gerne stets bei mir,
doch geht das nicht,
du fehlst mir hier.
Blauauge

Nicole S.

Der arme Postbote

Es war einmal ein armer Postbote,
der suchte bei der Arbeit seine persönliche Note.
Er wollte jeden Tag seinen Gang anders gehen,
doch leider konnten das die Oberen nicht verstehen.
Auch wollte er jeden Tag die Vorschriften anders gestalten,
denn dieses Einerlei bescherte ihm Sorgenfalten.
Bei schlechtem Wetter wollte er nicht raus,
da blieb er lieber zu haus.
Auch wollte er keine Uniform anziehn,
die Uniform war für ihn als langweilig verschrien!
Menschen die ihre Briefkästen als Schlitze in der Türe hatten,
verabscheute er wie Ratten!
Bei allzu großer Hitze,
scheute er einen Hitzschlag,
dieser Postbote war wirklich krasse spitze,
doch leider flog er schon nach einem Tag!

Brigitte Harlachinger

Väterliche Traditionen

Väterliche Traditionen
für Achim

Einer wirbt,
der Andere stirbt

Einer singt
Der andere springt

Einer tauft
Der andere kauft

Manche starben
Andere warben

Manche sprangen
Andere sangen

Manche kaufen
Andere saufen

Viele darben
Andere starben

Viele ringen
Andere gingen

Viele fressen
Andere essen

Die meisten hungern
Andere lungern

Die meisten dürsten
Andere würsten

Die meisten stöhnen
Unter geringen Löhnen!

Lautstarkes Dröhnen…




Anonym

„Weihnachtsmarkt der besonderen Art“ – bitte Termine vormerken

Dieses Jahr findet zum 2. Mal ein Weihnachtsmarkt im Lotte-Lemke-
Zentrum statt. 
Verkauft werden sehr besondere und hochwertige kunsthandwerkliche Produkte, 
die von den Beschäftigten des BTZ (Beschäftigungs- und Trainingszentrum) 
vor Ort selbst gefertigt werden.

Auch kleine Köstlichkeiten für das leibliche Wohl können erworben werden.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Adresse:
Lotte-Lemke-Zentrum
Peter-Dörfler-Str. 10
87600 Kaufbeuren 


PlakatWeihnachtsmarktLLZ

Graue Tage

Die grauen Tage deprimieren mich,
ich bin traurig und mag mich nicht.
Doch teil' ich mein Heim
und habe gefiederte Freunde,
dann bin ich nicht allein 
und kann fröhlich sein.
Habe keine Zeit, übellaunig zu sein,
bereite meinen Genossen ein schönes Heim.
sie umschwirren mich
und freuen sich,
wenn ich aufstehe und kümm're mich.
Da ist das Grau sofort wie weggewischt
und ich freue mich.


Brigitte Harlacher
Quelle: Tagesstätten-Zeitung der AWOSANA, Januar 2010

Abgeschoben

Abgeschoben
in memor ´y´( for hans O.M.)

Abgeschoben ist nicht
aufgehoben...

Und wo oben die Sonne brennt,
spüre ich Kälte in mir...

Trotzdem möchte ich die Welt
umarmen...

Im Reigen der Zeit,
Spür´ ich, wie sehr ich
Sie liebte als...

Wenn wir über die Prärie ritten
und Hütten und Paläste
vorüberziehen sahen,
deren Dialekte uns verhöhnten!

Morgen noch werde ich
sterben in Deinen Armen...

und Dich mitnehmen bis an das
Ende der Welt...

Unsere Kinder spielen ohne
Ängste...
vor Natronlaugen und
Mehrfachsprengköpfen...

Morgen noch werde ich
Verzweifeln,
an meiner Unlust zu sterben,
in meiner Eitelkeit...

Vor Diskussionen zu flüchten,
medizinisch kastriert in Sachen
Revolution...

Ohne Dich wäre ich noch jung an
Leben;
Kontaktfreude wäre die Beute,
Für viele verlorene Stunden,
des verpassten Sonnenuntergangs,
der unzähligen, unbezahlten
Mondfinsternisse...

Trauernd sprachen sie Kunde
Vom ewigen Kreislauf in unserem
Sonnensystem...

Wie hoch werde ich noch...?

Fliegen,
Nach Mond- und
Notlandungen...

Historisch gesehen,
Lebe ich nicht mehr,
wenn wir vereint
am Hungertuch nagen...

Ich will  in Dir sein wie das Kind,
das den Schoß der Mutter sucht,
als wenn sie...

Ihr Liebstes verliert im....
Krieg der Knöpfe..

Mehrfach ausgefertigt lagern Sie...
Und warten auf den Zeitgeist, der mit
Ihnen spielt-  Und endlich ausgetobt...,
röcheln sie nach ihren Schöpfern...

Langfristig werden Sie, vor
Scham,in den Boden versinken,
Weil ihre Reichweite zu Groß war,...
um Mittelfristig, Abhilfe zu schaffen...

Gentechnisch gesehen jedoch, juckt mich der Schnee
von gestern nicht...

Wenn Ethikkommissionen Ihr Urteil fällen...

noch?


Anonym

‚Coming out‘ – Rough Diamonds

Dank unserer zahlreichen Unterstützer, konnten der AWO-Projektband Rough Diamonds im Rahmen der Kampagne Studioaufnahmen ermöglicht werden. Ihre CD Coming Out hat es nun endlich aus dem Presswerk in das Tageszentrum geschafft und begeistert mit sieben rockigen Coversongs!

Cover Rough Diamonds

Alte Jugend

Alte Jugend
für Peter W.

Alt
Betagt
Gefragt?

Jung und bunt
Wie ein Hund

Neu wie Heu
Feines Streu

Krank
Zum Dank

Deshalb pfui
Ab und hui

Der Teufel spricht
Das darf man nicht!

Gott sei`s gelobt
Ausgetobt!


Anonym

Nominierung für den Bayerischen Miteinander-Preis 2014!

Aus 270 eingegangenen Bewerbungen wurden 28 Projekte für die Endrunde der Verleihung des Bayerischen Miteinander-Preis nominiert. Wir freuen uns sehr, dass „Mensch: irre!“ eines davon ist!

Am 20. Oktober werden die Preisträger im Rahmen einer Preisverleihung im Schloss Nymphenburg bekannt gegeben und ausgezeichnet.

Mehr Infos dazu gibt es hier.

A little Mania

A little Mania

rebirth
research

recoverbird

birthgames
surfdays

caveplays

reframes
remains

refrains

phrasies
maybees

trainees

lovestays
leaving days

hopeful prays


Anonym

Welttag der seelischen Gesundheit am 10.10.2014

Hiermit laden wir alle am Thema Interessierten ganz herzlich zu unserem Aktionstag anlässlich des Welttags der seelischen Gesundheit am Freitag, den 10. Oktober ein.

Karten für die Filmvorführung reservieren Sie bitte direkt im Thalia Kino.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Guten Morgen!

Bis ich 22 war, habe ich tief und fest geschlafen. Ich denke, in der Kindheit war ich wach. Ich glaube auch, ich weiß, wann und warum ich die Augen schließen musste, wohl um bestimmte Dinge nicht mehr sehen zu müssen. Der Schlaf war, wie gesagt, tief und fest, wohltuend und besänftigend. Das plötzliche Erwachen mit 22 war dann um so schlimmer, geradezu brutal. Natürlich konnte ich das nicht aushalten; es war wirklich unerträglich, dies alles auf einmal sehen zu können und zu müssen. Vor allem, weil da niemand war, der mir die Legende zu den Bildern hätte geben können. Die Schläfer um mich herum riefen: „Falscher Traum! Falscher Traum!“ und zwangen mich mit der Hilfe chemischer Geschosse wieder auf den Boden ihrer eigenen Realität zurück. Sie brauchten wohl einfach ihre Ruhe.

Das erste Erwachen, ausgelöst durch eine lächerliche Winzigkeit und wie die nächsten unvermittelten Augenaufschläge begründet in der Liebe oder der Unfähigkeit zu lieben, dieser erste Blick auf die Gesamtheit also blieb nicht folgenlos. Wer einmal die in einem Vexierbild versteckte Figur entdeckt hat, wird sie immer sehen, ob er nun will oder nicht. Dieses Wissen hat mir einige wunderschöne und seltene Blüten beschert, und manchmal fühlte ich mich, als säße ich auf einem Berggipfel und schaute auf den unter mir liegenden Nebel. Mit der Zeit entdeckte ich, dass die anderen Gipfel auch bevölkert sind und deren Bewohner sich im Licht über dem Nebel sonnen können wie ich. Beim respektvollen Zuruf über die nah/ferne Distanz jedes Mal das Gefühl einer tiefen Zufriedenheit. Die Waffen der Schläfer wurden mit der Zeit stumpfer oder ich wurde gewitzter, wie auch immer: sie können mir schon lange nichts mehr anhaben.

Es ist nett mit anzusehen, wie der Nebel langsam sinkt und mehr und mehr Land und neue Gipfel freigibt. Obschon sich in einigen Gegenden noch eine hartnäckige Suppe breit macht – die Kraft der Sonne wird allemal ausreichen, auch diesen Nebel zu Dunst werden zu lassen und schließlich ganz aufzulösen. Die Strahlen der Sonne kitzeln die Nasen der Schlafenden, manche müssen niesen. Erwachen tun sie alle. Der frühere Bauschlosser mit den Strahleaugen aus dem Speisewagen zwischen Berlin und Basel erst mit 76 und Robin aus dem Sprayerpark in Zürich eben schon mit 15.

Da bleibt mir eigentlich nur noch zu sagen: „Guten Morgen, allerseits! Weckt doch schon mal die anderen, ich werde jetzt erst mal frühstücken gehen. Ciao!“

 

Martin Kolbe, Gitarrist und Sänger

Betroffenenvertreter im Vorstand der DGBS (www.dgbs.de)

Website: www.martinkolbe.com

Ich bin ein intelligenter Trottel

Es ist so weit, ich muss nun heim,
da bin ich wieder ganz allein.
Allein war ich bei dir fast nie,
ach Du schöne Phantasie,
die bunt und voller Farbenpracht
in meinem Kopf die Kunst erschafft.

Ich frage mich seit jenem Tag,
ob mich meine Mama mag,
denn sie macht sehr fiese Sachen,
die find ich so nicht zum Lachen,
haut mir die Finger blau
und sagt zu mir: "Du fette Sau"
Es macht mich traurig und auch bös,
es ist halt nicht so ganz seriös.

Nicole S.

Anti-Stigma-Lauf am Kuhsee

Im Rahmen der Kampagne veranstalten wir am Freitag, den 19. September 2014 um 15:00 eine Laufveranstaltung um den Augsburger Kuhsee.

Dabei geht es nicht nur um den sportlichen Wettbewerb, sondern vor allem darum, das Thema psychische Erkrankung wieder in die Öffentlichkeit zu bringen und Vorurteile abzubauen. Sozialer Rückzug ist häufig nicht nur Folge einer Erkrankung, sondern auch Ergebnis davon, dass psychisch Kranke in der Öffentlichkeit oft mit Vorurteilen zu kämpfen haben. Wir wollen psychisch Kranken eine Plattform bieten, sich in der Öffentlichkeit mit ihren Stärken zu präsentieren. Wie bei allen Menschen finden sich auch bei den psychisch Erkrankten einige, die im Sport eine Möglichkeit sehen, Stress abzubauen, einfach Spaß zu haben und sich körperlich zu ertüchtigen und darüber hinaus besser mit ihrer Erkrankung umgehen zu können.

Wie die Teilnehmer/innen die 2-fache Kuhsee-Umrundung hinter sich bringen ist egal: ob gehen, laufen, rennen, rückwärts laufen, hüpfen, trampeln… Hauptsache man kommt an und hat Spaß an der Sache. Anschließend findet eine kleine Feier mit Siegerehrung, Verköstigung der Teilnehmer/innen und Luftballons steigen lassen statt.

Obwohl es sich um eine geschlossene Veranstaltung handelt, freuen wir uns natürlich auf die Resonanz der Kuhseebesucher und hoffen, mit vielen Passanten und Zuschauern über unser Anliegen ins Gespräch zu kommen.

Einladung zum Aktionstag anlässlich des Welttags seelische Gesundheit

Im Rahmen unserer Anti-Stigma-Kampagne „Mensch:Irre!“ veranstalten wir am 10. Oktober 2014 einen Aktionstag zum Welttag der seelischen Gesundheit und möchten alle am Thema Interessierten herzlich dazu einladen.

Der Welttag seelische Gesundheit findet jährlich am 10. Oktober statt, um auf die Belange von psychisch erkrankten Menschen aufmerksam zu machen und Stigma­ti­sie­rung abzubauen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Flucht nach Isny

Auf der Flucht vor der großen Entscheidung in meinem Leben,
habe ich mich ins Bärenparadies begeben,
bei gutem Essen und traumhaftem Zimmer,
blieb ich am Liebsten für immer!
Auch ist Isny eine schöne Stadt,
die kulturell was zu bieten hat!
Und so ist es hier, man glaubt es kaum,
schöner als im schönsten Traum!


Brigitte Harlacher
Quelle: Tageszentrums-Zeitung der AWOSANA, Juli 2010

Der Steppenwolf – Zitat

Plötzlich ein Mensch, ein lebendiger Mensch, der die trübe 
Glasglocke meiner Abgestorbenheit zerschlug und mir die Hand 
hereinstreckte, eine gute, schöne, warme Hand! Plötzlich 
wieder Dinge, die mich etwas angingen, an die ich mit Freude, 
mit Sorge, mit Spannung denken konnte! Plötzlich eine Türe 
offen, durch die das Leben zu mir hereinkam! Ich konnte 
vielleicht wieder leben, ich konnte vielleicht wieder ein 
Mensch werden. (Hermann Hesse, Der Steppenwolf)

Angst um dich

Ich habe Angst um dich,
wenn ich nicht weiß, 
was du machst
oder ob du leidest.
Wenn entfernt von dir ich bin,
fehlt mir gar das der Lebenssinn,
denn mein süßer Schatz bist du,
dein Glück lässt mir ja keine Ruh,
drum hab ich Angst, 
wenn du nicht bei mir bist,
weiß glücklich drüber bist du nicht.
Gina

Nicole S.

Ein BKH in Bayern – Psychiatrie

Verlacht - ist der komisch?
Ausgelacht: der spinnt!
Stumm gemacht: da helfen nur Medikamente!

Umgebracht: war wohl das falsche Medikament!?

Ein Patient

Menschen bei der Arbeit

1 2 3 4 5 6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag bis Freitag wird im Beschäftigungs- und Trainingszentrum (BTZ) der AWOSANA GmbH in Kaufbeuren fleißig gearbeitet. Die Tätigkeiten reichen von Spielkegel und Büromaterialen einpacken, Gummiringe abwiegen etc.  bis hin zu kreativen Tätigkeiten wie der Fertigung von Glaskunst, Weidenstelen, Papierkörben und Vielem mehr.

Bestellungen werden selbstverständlich auch telefonisch oder per E-Mail entgegen genommen. Nach Vorkasse inklusive Versandgebühr werden die Produkte verschickt.

Maria Prochaska, Leiterin BTZ

Artisten

 

moodart_artisten

 

 

 

 

 

 

 

„Wie zwei Artisten ihr Seil, so prüfen wir das Band unserer Freundschaft. Hält es noch nach all den Jahren? Bist du noch du? Bin ich noch ich? Ich weiß es nicht. Aber wenn du es drauf ankommen lässt, fange ich dich auf. Soviel ist sicher.“

www.moodart.eu

Herzerln

Oana von uns zwoan                D'andre isch so alloins
trägt an rucksack,                schau't aus d'r wohnung
weils eam soa friert,             weil er nix kapiert

Oana von uns zwoan                Oana von uns zwoan
schtaad alloanats,                schtaad in d'r Zeitung
weils eam soa köid isch           weilsch eam so ziert'

mecht no' net sterb'm             mecht no net erb'm

Zwoa von uns                      Zwoa von uns
ham an buam g'habt,               ham' sie so g'liabt,
hamm sie so g'freit               sind verheirat woarn
sin' dann loans g'schtorb'm       und allao dann g'schtorbn

zwoa von uns                      d'and'er isch dann komma
ham vom ruam'g'lebt,              mit am messa'
ham sich umarmt,                  haod si umbracht
warn wia stoa...                  war so alloa...



Walter Schoderer

Regen bringt Segen…

1 2 3

 

 

 

 

 

 

Am Montag,  11. August 2014, war der Betriebsausflug der Klient/innen des Beschäftigungs- und Trainingszentrums (BTZ)  in Kaufbeuren geplant.  Bei jedem Wetter! Natürlich in der Hoffnung, dass die Sonne vom Himmel lacht. Tat sie aber leider nicht!

Eine Gruppe von ca. 20 fröhlichen Menschen machte sich trotz leichten Regens auf den Weg zum 4 Kilometer entfernten Römerturm in Großkemnat. Die anderen 20 Teilnehmer nutzten den  kostenlosen Shuttle-Bus des Lotte-Lemke-Zentrums.

Gegen 11.30 Uhr hatten alle das Burg-Café neben dem Römerturm erreicht und wurden mit einem leckeren Wurstsalat belohnt. Später gab es dann noch in den gemütlichen, besonders bei Regen, heimeligen Räumen der kleinen Gaststätte Kaffee und von der Wirtin selbst gebackenen Kuchen. Die Hoffnung auf nachlassenden Regen wurde leider enttäuscht und  das Draußen-Programm fiel ins Wasser. Die gute Stimmung aber nicht!

Eine kleine Gruppe von 5 tapferen Teilnehmern trat dann sogar zu Fuß den Rückweg  an und wurde pitschnass. Aber was solls: Es war ein schöner Tag mit Bewegung an der frischen Luft ,  gutem Essen, interessanten Gesprächen und lieben Menschen.

Und nächstes Jahr? Da scheint bestimmt die Sonne!

Maria Prochaska, Leiterin BTZ

Nachdenklich…

Das Leben - bunt wie ein Regenbogen

Ist es nicht seltsam…

… dass wir vom Glück glauben,
wir hätten es verdient,
aber vom Unglück denken,
es wäre nicht gerecht?

… dass Erfahrungen,
die wir vergessen wollen,
uns am längsten in Erinnerung bleiben,
aber Momente, die wir festhalten möchten,
so schnell an Deutlichkeit verlieren?

… dass wir darauf bestehen,
für eine Sache kämpfen zu dürfen,
es aber als lästig empfinden,
um etwas kämpfen zu müssen?

… dass wir in guten Zeiten
so voller Optimismus sind,
in schlechten Zeiten uns aber
jegliche Zuversicht fehlt?

… dass das Gegenteil von Liebe
die Gleichgültigkeit ist,
das Gegenteil der Gleichgültigkeit
aber auch der Hass sein kann?

… dass wir ein Leben lang
das Glück in der Liebe suchen,
anstatt das Leben zu lieben
und darin unser Glück zu finden?

… dass Freudentränen genauso schmecken
wie die aus Schmerz und Kummer,
sie unserem Leben aber einen völlig
anderen Geschmack verleihen?

… dass wir…

Ursprünglichen Post anzeigen 94 weitere Wörter